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GRL Leeseringen bringt Glas in den Betonstein!

Nienburg . Es begann vor fünf Jahren. Da sagte sich das Unternehmen Glasrecycling Leeseringen, dass mit Glasreststoffen Vernünftigeres zu machen ist, als auf Deponien teuer zu entsorgen. Der Betrieb wandte sich an die Fachhochschule Nienburg. Deren Betonlabor nahm sich der Sache an und suchte nach Chancen.

Dazu installierte Glasrecycling Siebe, um unterschiedliche Korngrößen zu erhalten. Darunter grobkörniger Sand. "Der eignet sich wie normaler in der Landschaft oder im Wesertal abgebauter Sand zum Unterbau für Straßen und Pflasterflächen", sagt die FH. Nienburger Glas habe die Gelegenheit wahr genommen und mehrere tausend Quadratmeter Fläche auf diesem Unterbau gepflastert.

Dort liegen nicht nur Betonsteine. Die FH fragte sich ebenso wie Glasrecycling, ob sie nicht Ressourcen schonende Steine entwickeln könne und tauschte bestimmte Körnergrößen von Kies und Kiesel mit Leeseringer Glasreststoffen aus. Sie testeten die Eigenschaften der Glasbetonsteine. "Die erfüllen dieselben Voraussetzungen auf Frostsicherheit, Druck- und Bruchfestigkeit wie Betonsteine. Der Glasanteil liegt bei 40 Prozent", so die FH, "da liegen wir auf der sicheren Seite."

Weil an der FH auch im Straßenbau geforscht und gelehrt wird, nahmen sich Professoren hydraulisch gebundene Tragschichten vor. Sie ersetzten größere Körnungen von Kies bis 50 Prozent mit Glasresten ähnlicher Größe und mischten das Ganze mit dem Bindemittel Zement. Solche Tragschichten sind eingebaut im Nienburger Mudra-Gelände, Meerbachbogen, bei Rexam Glass und im Langzeitversuch in Zusammenarbeit mit Kiesabbauer Henne.

Die Straße zwischen Landesbergen und Anemolter, dort, wo wegen des Kiesverkehrs die Gemeinde Stolzenau und Henne die Straße an der Siedlung vorbei zur L 351 umleiteten, liegt über jener Tragschicht die bituminöse Tragdeckschicht mit 30 Prozent Glasanteil, darüber wiederum die Deckschicht mit ebenso 30 Prozent Glasreststoff. "Das funktioniert seit sieben Jahren", sagt die FH und bedauert, dass Glasbetonpflaster, Straßenunterbau, Trag- und Deckschichten noch nicht marktfähig seien, weil die DIN-Norm das als wahlweise Alternative bisher nicht zulasse.   

 Glas - als Kies-/Splittersatz

Glassplitt bzw. Glassand wird mittels einer Prallmühle gebrochen, damit das Produkt von blosser Hand angefasst werden kann ohne sich zu verletzen. Die Prallmühle ist ein senkrecht stehender Metallzylinder mit einem Durchmesser von ca. 1m. 
In der Längsachse des Zylinders befindet sich eine Metallstange, an der verstellbare Hartmetallzähne angeschweisst sind. Diese Zähne sind je nach gewünschter Korngrösse verschieden nahe an die Zylinderwand zu stellen.

Mit Umdrehungen bis 200 km/h wird das Altglas gebrochen und gerieben – die Kanten werden abgerundet. Es kann so Glassand/-splitt mit einer Körnung von 0-7mm erzeugt werden.

Dieser Kies-/Splittersatz wird für verschiedene Zwecke verwendet:

  • Filter-/Drainagematerial für Sickerleitungen, Sickerschlitze u. Mauerhinterfüllungen
  • Verdämmung und Umhüllung von Rohrleitungen
  • Sand- oder Splittbett für Pflasterungen und Plattenbeläge (Tragschicht)
  • Abstreukies für Gehwege
  • Mulch für Rabatten (ähnlich wie Steingärten)
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